Auf der 26. Jahrestagung der DGNR e.V. vom 5. bis 7. Dezember in Leipzig wurde neben vielen anderen Aspekten auch aus den Leitlinienentwicklungsgruppen der DGNR Aktuelles berichtet.

So berichteten Professor Joachim Liepert aus Allensbach und Professor Mario Siebler aus Essen wie Trainingstherapie nach Schlaganfall in ihrer Wirksamkeit gegebenenfalls durch Medikamente unterstützt werden kann. Es ging um die Frage, ob die motorische Rehabilitation und die Sprachrehabilitation (bei Aphasie) durch parallele medikamentöse Behandlung in ihrem Effekt gesteigert werden können.

Nicht wenige Personen nach einem Schlaganfall leiden unter emotionalen Belastungen, so zum Beispiel auch unter Symptomen einer Depression. Professor Thomas Platz aus Greifswald stellte eine neue Methode vor, wie die internationale Literatur zur Behandlung einer Depression nach Schlaganfall bewertet werden kann, damit daraus konkrete Empfehlung für die klinische Praxis abgeleitet werden können.

Dr. Wilfried Schupp aus Herzogenaurach stellte neue internationale Untersuchungsergebnisse vor, die darüber Aufschluss geben, was günstige oder nachteilige Prognoseindikatoren für die Rückkehr in den Beruf nach einem Schlaganfall darstellen.

Professor Christian Dettmers aus Konstanz berichtete über den Stand der Literatur-Bewertungen (Evidenz) seiner Arbeitsgruppe, wenn es darum geht, die Mobilität bei Personen mit Multipler Sklerose durch Bewegungstherapie zu verbessern.

Alle vorgetragenen Erkenntnisse gehen in zukünftige Leitlinien-Entwicklungen ein und sollen so die Formulierung von Behandlungsempfehlungen durch die DGNR und andere beteiligte Fachgesellschaften möglichst nah am aktuell verfügbaren besten Wissen ausrichten. Die DGNR ist den Rednern und allen Beteiligten der Leitliniengruppen sehr dankbar für ihr professionelles Engagement im Ehrenamt. So wird die hohe Versorgungsqualität in der Neurorehabilitation durch die Orientierung am aktuellen Stand der klinischen Wissenschaft gesichert.

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